Für den Film und das Buch Mut zum Leben begleitete ich für einige Jahre vier Shoah-Überlebende. In vielen intensiven Gesprächen mit Esther Bejarano, Jehuda Bacon, Èva Pusztai-Fahidi und Greta Klingsberg suchte ich nach Antworten darauf, was Menschen dazu befähigt, in schweren Lebenskrisen und nahezu ausweglosen Lebenssituationen den Mut und die Hoffnung nicht zu verlieren. Wie gelingt es ihnen, traumatische Erfahrungen nicht nur zu überleben, sondern danach ein gutes und gelingendes Leben zu führen?
Anhand von Originalzitaten und den neuesten Ergebnissen aus der Resilienzforschung und der Positiven Psychologie gehen wir in diesem Workshop gemeinsam der Frage nach, was Menschen stark macht und was sie in schweren Zeiten dazu befähigt, den Glauben an das Leben zu bewahren. Welche Ressourcen zeichnen diese Menschen aus? Was können sie uns für unser Leben heute lehren? Wie können wir unsere seelische Widerstandskraft stärken und Krisen als Chancen zu Wachstum nutzen?
„Zeigt Zivilcourage. Helft einander. Schaut nicht weg, wenn Unrecht geschieht. Seid aufgeschlossen für ausländische Mitschüler. Und engagiert euch gegen jede Form von Ausgrenzung und Intoleranz.“ (Esther Bejarano)
In der Beschäftigung mit den Lebensgeschichten der vier Shoah-Überlebenden aus dem Film MUT ZUM LEBEN erkennen Jugendliche, wie wichtig es ist, sich im eigenen Alltag engagiert für andere einzusetzen und gegen Vorurteile und Ausgrenzung Stellung zu beziehen.
Mit dem Workshop, den ich bereits an vielen Schulen gehalten habe, mache ich jungen Menschen Mut zur Zivilcourage und möchte ihre Bereitschaft stärken, engagiert gegen Rassismus und Antisemitismus einzutreten.
Lesen Sie hier einen Bericht des Oberstudienrats Michael Blank vom Bamberger Dientzenhofer Gymnasium zu meinen Workshops.
Lesen Sie hier den Bericht
der Religionslehrerin Sabine Niedermeyer über den Projekttag Mut zum Leben am Mindener Herder-Gymnasium.
„Wer einem Zeugen zuhört, wird selbst zum Zeugen.“ Die Worte des Friedensnobelpreisträgers und Shoah-Überlebenden Elie Wiesel sind für mich wegweisend.
Die Reihen der Zeitzeugen des Holocaust lichten sich dramatisch, und die Überlebenden wissen um die Dringlichkeit, ihre Botschaft der Menschlichkeit an die nächsten Generationen weiterzugeben.
Mit dem Film möchte ich dazu beitragen, die Botschaft der Überlebenden von Auschwitz als Zweitzeugin zu bewahren und an die nächsten Generationen weitergeben. Das Vermächtnis der Überlebenden, das 2009 in Berlin unterzeichnet wurde, ist mir hierfür Auftrag und Inspiration: „Wir bitten die jungen Menschen, unseren Kampf
gegen die Nazi-Ideologie und für eine gerechte, friedliche und tolerante Welt fortzuführen.“
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